Die Zeckenzeit beginnt - So schützt Du Deinen Hund vor Zecken und Co.

Aktualisiert: 5. Apr.

Zecken verbleiben bei Kälte in einer Art Winterschlaf, doch wird es wärmer und steigen die Temperaturen über 7°C, werden sie wieder aktiv. Deshalb ist es wichtig sich spätestens jetzt Gedanken über einen guten Zeckenschutz für Deinen Hund zu machen. Die Frage, die Du Dir stellen musst: Wie soll der Zeckenschutz für Deinen Hund aussehen? Chemie oder natürlicher Zeckenschutz? Wollen wir unsere Haustiere mit Chemie belasten oder sollte man, wenn möglich auf natürlichen Zeckenschutz setzen?

Wichtig: Die Risiko-Nutzen-Bilanz muss stimmen.


Die sinnvolleren Mittel gegen Parasiten haben eine abweisende Wirkung, wehren also z.B. Zecken schon vor dem Stich ab. Probleme machen Präparate aus Nervengiften.



Inhaltsangabe: Die Zeckenzeit beginnt - So schützt Du Deinen Hund vor Zecken und Co.


Anaplasmose

Babesiose

Borreliose

FSME

Doch wie schütze ich meinen Vierbeiner ? Chemie oder Alternativen?

Nun gibt es aber Hunde, die selten oder nie ein Parasitenproblem haben. Wie kommt das?

Wie entferne ich am eine festsitzende Zecke



Zecken zählen biologisch zur Klasse der Spinnentiere. Das erkennt man an den acht Beinen erwachsener Zecken. Als Parasit braucht sie andere Lebewesen, von deren Blut sie sich ernährt – ähnlich wie eine Stechmücke. Doch im Vergleich zu Stechmücken brauchen Zecken viel mehr Blut.

Im Extremfall hängen sie bis zu 15 Tage an ihrem Wirt (Tiere und Menschen) und trinken dessen Blut.

Dafür suchen sie sich an ihrem Opfer eine geeignete Stelle um festen Halt zu haben. Beim Blutsaugen wird sie immer größer und dicker – die kleinen Parasiten können so das 200-fache ihres Gewichts zulegen! Besonders häufig finden sich Zecken bei Hunden im Kopfbereich – aber auch am restlichen Körper und sogar in den Zehenzwischenräumen fühlen sie sich wohl.


Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Unter Testbedingungen im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur lebt der hiesige Gemeine Holzbock im Durchschnitt drei bis fünf Jahre. Die Parasiten können also sehr lange ohne Wirt leben.


(Präsentation auf YOUTUBE)


Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein harmloser Zeckenstich für Mensch und Tier gefährlich werden. Krankheiten wie:


Anaplasmose

Ausgelöst wird die Infektionskrankheit durch Bakterien. Die Anaplasmen befallen die weißen Blutkörperchen und gelangen so schnell in den gesamten Organismus. In der Folge können die Bakterien verschiedene Symptome hervorrufen. Zu den häufigsten zählen:


▶Entzündungen der Gelenke (Polyarthritis) und Fieber

▶Lahmheit

▶gesteigerte Blutungsneigung durch einen Mangel an Blutplättchen

▶Mangel an weißen und roten Blutkörperchen

▶vergrößerte Lymphknoten mit Schwellung von Milz und Leber.


💡Therapiert wird hierbei mit Antibiotika.


▶▶Babesiose

Die Krankheit tritt überwiegend in den Regionen am Mittelmeer auf. Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen sind Kennzeichen der Babesiose. Sie kommt beim Menschen allerdings selten vor.

Bei Hunden tritt sie häufiger auf: Parasiten zerstören dabei die roten Blutkörperchen. Diese Tierkrankheit ähnelt der menschlichen Malaria, deshalb spricht man in Deutschland manchmal auch von „Hundemalaria“. In Deutschland überträgt hauptsächlich die Auwaldzecke die Babesien.


▶▶Borreliose

Die Borreliose ist eine durch ein Bakterium ausgelöste Infektionskrankheit. Die Bakterien können das Nervensystem, die Gelenke und Organe sowie das Gewebe befallen und dort schwere Schäden anrichten. Wenn Borreliose im Frühstadium erkannt wird, kann sie gut mit Antibiotika behandelt werden. Können sich die Borrelien über längere Zeit ungehindert im Körper ausbreiten, können sie irreparable Langzeitschäden verursachen. Eine Antibiotikatherapie kann sich dann auch über mehrere Wochen hinziehen. Gegen Borreliose gibt es eine Impfung für Hunde, die aber auch unter Tierärzten sehr umstritten ist.


▶▶FSME

Die FSME ist eine durch ein Virus ausgelöste Krankheit, die bei Mensch und Tier zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und/oder des Rückenmarks führen und sogar tödlich enden kann. FSME ist nicht ursächlich behandelbar, doch FSME bei Hund ist relativ selten. Häufig erkranken Hunde nicht, obwohl sie mit der Krankheit in Berührung kommen. Das gilt vor allem für ansonsten gesunde Vierbeiner. Hunde mit geschwächtem Immunsystem können hingegen schneller an FSME erkranken. FSME beginnt auch bei Hunden meist mit sehr hohem Fieber. Die Diagnose erfolgt üblicherweise durch einen Antikörpernachweis.


Dies ist nur ein kleiner Teil der Krankheiten, die Zecken übertragen können. Deshalb wird häufig geraten, den Hund ganzjährig vor Zeckenangriffen zu schützen – oder wenigstens über die warme Jahreszeit.



Doch wie schütze ich meinen Vierbeiner ? Chemie oder Alternativen?

Eine Maßnahme zum Schutz vor Zecken und Flöhen bieten sogenannte Kontakt-Antiparasitika. Das sind chemische Substanzen, die die Übertragung der Erreger durch das Abtöten der Blutsauger auf der Haut der Haustiere verhindern sollen. Zecken können sich zwar am Tier festhalten und eine Zeit lang im Fell herumkrabbeln, sterben aber spätestens beim Blutsaugen ab. Das Risiko der Erregerübertragung wird so deutlich vermindert.


Chemische Mittel findest Du meist in Spot-on-Präparaten und spezielle Zecken-Halsbändern mit unterschiedlichen Wirkstoffen, z.B. Präparate mit dem Wirkstoff  Permethrin (z.B. in Advantix Spot on oder Preventic). Permethrin ist in erster Linie ein Nervengift.

Nebenwirkungen sind Hautrötung, Haarausfall, Juckreiz, seltenem Erbrechen oder Durchfall.


Permethrin ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Land- und Forstwirtschaft nicht mehr zugelassen. Aber Hunden darf man es direkt auf die Haut träufeln?


Weitere Nervengifte sind z.B. Icaridin, was auch in Autan Verwendung findet, Fluralaner, Sarolaner, Deltamethrin, Dimpylat, Fipronil, Tetramethrin, Transfluthrin, Flumethrin, Afoxolaner usw.). Sie wirken auch auf Wirbeltiere, also auch auf Hunde und Katzen. Diese sterben zwar an der Dosis nicht, dennoch ist das Gift im Körper und wirkt dort als Nervengift! Neben neurologischen Ausfällen bis hin zu Epilepsien werden auch Leber und Nieren völlig überlastet, Vergiftungserscheinungen beobachtet, die Giftstoffe im Körper abgelagert (z.B. im Fett, vermutlich im Gehirn und anderen Organen) und auf Dauer chronisch vergiftet. Viele weitere Nebenwirkungen sind möglich und würden hier den Rahmen sprengen.


Nun gibt es aber Hunde, die selten oder nie ein Parasitenproblem haben. Wie kommt das?

Ist das Zufall oder stimmt ihre Ernährung, so dass das Immunsystem Parasiten und der Körpergeruch diese abwehrt? Zecken und Flöhe werden angelockt durch aus der Bewegung resultierende Vibrationen, die Körperwärme und den Geruch des Wirtstieres. Die beiden ersten Faktoren können wir nicht beeinflussen.

Am Körpergeruch aber können wir etwas ändern. Bei vielen Hunden lohnt da eine Umstellung der Ernährung. Ein Hund, der als Hauptnahrung einfaches Trockenfutter bekommt, riecht viel strenger, als ein gesund ernährtes Tier.

Der Grund: Er muss ständig über die Haut entgiften, was er an Zusatzstoffen mit dem Futter aufnimmt und was Leber und Niere nicht schaffen. Nahrung ist Medizin, und gesunde Nahrung hält ein Tier gesund und Parasiten haben weniger Chancen.










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Schau Dir auch unbedingt die Leckerlis an, die Du Deinem und gibst. Häufig sind diese sehr Kohlenhydratreich und mit Zusatzstoffen versehen. Hier sind gefriergetrocknete Fleischstücke, die bessere Alternative. Zusätzlich kann man die Parasiten mit Duftstoffen fernhalten.

Lies hierzu gerne einmal den Blog-Beitrag, in dem ich Dir zeige, wie du ein Zeckenschutz Halsband selber machen kannst: DIY - Floh- und Zeckenhalsband mit Kräuterduft für den Hund


▶Fertig zu kaufende, natürliche Repellentien auf der Basis von Neemöl oder

Margosaextrakt oder auch ANIfit Floh- und Zeckenschutz, mit Eukalyptus-, Melissen-, Nelken-, Zedernholz- und Kokosöl, welches auch für kurze Zeit von Katzen genutzt werden kann.


Kokosöl versuchen: wenige Tropfen in der Handfläche verreiben und damit den Vierbeiner ausgiebig streicheln. Wichtig ist ein hoher Gehalt an Laurinsäure, es muss also unbedingt natives Öl sein. Das soll Zecken bis zu 6 Stunden fernhalten, hat aber z.B. bei Flöhe anziehende Wirkung.


▶Der Geruch von wenigen Tropfen Schwarzkümmelöl z.B, im Nacken des Hundes, hält dagegen beides fern. (Für Katzen giftig!)

Bitte Pflanzenöle nicht innerlich geben, da sie die Bauchspeicheldrüse belasten.

⚠💥Bei Allergikern ist grundsätzlich auf mögliche Reaktionen zu achten.


Die einfachste Methode: Den Vierbeiner nach jedem Aufenthalt im Freien nach

Zecken absuchen und im Fell krabbelnde oder festgesogene Zecken gleich entfernen, z.B mit einem Fusselroller.

Ich rolle Leo z.B. nach jedem Gassigang damit ab. Es bleiben häufig Zecken an der Rolle kleben, die ich natürlich gut entsorge (verbrennen, zerdrücken).

Die meisten krankmachenden Erreger werden erst übertragen, wenn die Zecke 12 bis 24 Stunden saugt.


▶Knoblauch

wird eine positive Wirkung gegen Zecken nachgesagt. Durch die Fütterung soll auf der Haut des Hundes ein für Zecken unattraktives Milieu entstehen. Halte Dich bei der Gabe von Knoblauch immer sorgfältig an die Empfehlungen, denn eine erhöhte Menge Knoblauch ist für Hunde giftig. Bei der Fütterung von Knoblauch ist nämlich die Menge entscheidend. Hier liegt die Grenze bei 5 Gramm Knoblauch je Kilogramm Körpergewicht.


▶Bierhefe

Bierhefe ist im Gegensatz zu Knoblauch ungefährlich und eine richtige 👍👍Wunderwaffe. Die in Bierhefe enthaltenen B-Vitamine sind nicht nur wirksam gegen Zecken, sondern wirken auch verdauungsfördernd und pflegen Haut und Fell Deines Hundes.


▶Bernsteinhalsbänder

werden im Hinblick auf einen wirksamen Zeckenschutz viel diskutiert. Angeblich muss es sich bei den Bernsteinen, die für das Halsband verwendet werden, um rohe, ungeschliffene Steine handeln, damit sich der Harzgeruch und die elektrische Aufladung der Steine voll entfalten und gegen Parasiten wirken können. Hier gehen die Meinungen auseinander manche sagen es hilft manche „glauben“ nicht daran. Solange es den Hund nicht stört, ist es ein Versuch wert.



Wie entferne ich am eine festsitzende Zecke

Solltest Du eine festsitzende Zecke finden, so ist diese mit einer Zeckenzange oder einer Zeckenschlinge mit einer ruhigen, leichten Drehbewegung zu entfernen.

Keinesfalls sollte die Zecke mit den Fingern entfernt werden, da dabei der Kopf der Zecke oft in der Haut stecken bleibt und die mit Erregern belastete Flüssigkeit in die Bisswunde gedrückt werden kann. Auch ein Betäuben oder Abtöten der Zecke mit Öl, Alkohol oder ähnlichem schadet nur, der zusätzliche Stress führt bei der

Zecke zu einer beschleunigten Speichelaussonderung.

Tupfe danach die Stelle mit einem Desinfektionsmittel, wie Jod oder Alkohol, ab. Wenn Du Teile der Zecke nicht entfernen konntest, such den Tierarzt auf. Wenn Angst hast die Zecke zu entfernen, such ebenfalls den Arzt auf.

Wenn sich nach einem Zeckenbiss eine ringförmige Rötung zeigt, sofort den Arzt aufsuchen. Die Rötung ist ein eindeutiger Hinweis auf eine Borrelien-Infektion.



Zum Schluss

Ich zeige hier einige Alternativen zu chemischem Zeckenschutz, welche im Übrigen miteinander kombinierbar sind. Ich möchten Dich nicht ermutigen, gänzlich in das „alternative Lager“ zu wechseln, vielmehr möchte ich Dir Entscheidungshilfen geben, wie Du Dich und Dein Tier bestmöglich schützen kannst.

Falls Du mehr wissen möchtest oder ich Dich bezüglich der Ernährung Deines Vierbeiners beraten soll, melde Dich gerne hier über ▶ WhatsApp

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Weitere Informationen und regelmäßige Facebook Lives bekommst Du in der ▶kostenlosen Facebook-Gruppe Pfötchencafé.

Ich freu mich Dich dort begrüßen zu dürfen.

Eure Claudia mit Leo


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