Parasiten-ALARM: Die Hirschlausfliege auf dem Vormarsch - Vorsicht für Mensch und Haustier!

Aktualisiert: 10. Mai



Sommerzeit ist auch Parasitenzeit! Zum einen ist es die Zecke, die uns das Leben schwer macht, zum anderen die Hirschlausfliege! Sie ähnelt unserer Stubenfliege. Sie ist ca. fünf Millimeter klein, dunkel und ziemlich lästig.

Sie befällt seit einigen Jahren, meist in der Zeit von Juli bis Oktober nicht nur Waldtiere, sondern auch uns Menschen und unsere Hunde und Katzen.

Die Hirschlausfliege lebt in den Wäldern von Europa und Sibirien. Sie ist meist im Spätsommer und Herbst sehr aktiv. Ist der Winter besonders warm, explodiert die Anzahl der Hirschlausfliegen und werden zu einer richtigen Plage.


Die Hirschlausfliege ernährt sich vom Blut seines Wirts. Mensch und Tier werden angeflogen und gebissen. Trotzdem ist die Hirschlausfliege Tierhaltern noch sehr unbekannt. Sie ist aber keinesfalls harmlos, da sie Bakterien mit Namen Bartonella schoenbuchensis in sich trägt und weitergeben kann. Dieser Krankheitserreger kann schwere Entzündungen auslösen. Menschen können durch dieses Bakterium z.B. auch eine Herzentzündung bekommen. Nach einem Biss treten häufig Juckreiz und Schwellungen auf.

Solltest Du nach einem Biss Fieber, Hautausschläge oder Entzündungen bei Dir oder Deinem Haustier festestellen, besorg Dir vom Haus- bzw. Tierarzt ein Antiallergikum und/oder Schmerzmittel.

Bei Hunden findet man die Hirschlausfliege besonders oft hinter den Ohren, an den Innenschenkeln und an der Rute, bei Menschen im Nacken oder in den Haaren. Wenn die Hirschlausfliege einen Wirt gefunden hat, kann sie sich bis zu einem Jahr dort einnisten. Weibchen bringen dann dort ihre Larven zur Welt. Den Biss selber bemerkt man oft nicht. Später kommt es aber oft zu Juckreiz und auch Schwellungen.

Setzt sich eine Hirschlausfliege beim Hund fest, dreht sich dieser meist panikartig nach hinten zur Rute, will nicht weiter gehen und versucht sich dort zu lecken. Bei dieser Reaktion solltest Du unbedingt genauer schauen.



Was kannst Du tun?

Hat sich eine Hirschlausfliege einmal festgebissen, ist es schwer sie zu entfernen. Du solltest am besten das Fell Deines Hundes nach den Gassi-Gängen auf Parasiten untersuchen.

Die Hirschlausfliege kannst Du einfach Entfernen, wenn sie sich noch nicht festgebissen hat. Am besten zerquetschst oder verbrennst Du die Fliege , da sie sich ansonsten schnell den nächsten Wirt sucht und sich weiter vermehrt.

Folgendes kannst Du tun:

  • Löse festgebissene Hirschlausfliegen mit einem feinen Floh-Kamm aus dem Fell Deines Hundes

  • Ich empfehle hier ausserdem, wie bei der Zeckensuche eine Klebekleiderrolle. Mit der Du Dein Tier nach jedem Gassi-Gang abrollen solltest.

  • Du kannst mehrere Parasitenauch gleichzeitig mit einem breiten Klebeband fixieren und dann abziehen

  • Das Einreiben mit Kokosöl als natürlicher Schutz gegen Insekten kann auch helfen.


  • Gegenden mit hohem Vorkommen der Hirschlausfliege sollte man vor allem zwischen Juli und Oktober meiden.

  • Den Juckreiz kannst Du durch Kühlen lindern

  • Auch Baden oder Duschen hilft beim Entfernen der Hirschlausfliege.

  • Bei starken Symptomen frage Deinen Tierarzt bzw. Hausarzt nach einem Antiallergikum

  • Spot-Ons sollen auch helfen. Doch schau, dass diese keine Chemie sondern natürliche Inhaltsstoffe haben.


Passt auf Dich und Dein Haustier auf!


Liebe Grüße Claudia mit Leo

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