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Schneckenalarm: Schütze Deinen Hund vor gefährlichen Lungenwürmern!

Aktualisiert: 29. Mai



Gerade bekam ich eine Nachricht von einer Bekannten, die mir Fotos von einem Eimer voller gesammelter Schnecken schickte. Sie erzählte, dass diese sich bereits in ihrem Garten satt gefressen hatten und ihre Pflanzen schwer beschädigt sind.

Ich fragte dann in meiner Facebook-Community nach,( Schau gern in meine Facebookgruppe Facebookgruppe Malteser & Kleine Hunde ) wie die Mitglieder diese Gruppe (allesamt Hundehalter) mit der Schneckenplage umgehen und wunderte mich, dass ich meist nur "Ich mache nichts, ist alles Natur" zur Antwort bekam.

Du fragst Dich, warum ich mich wunderte?

Naja, Schnecken sind nicht nur ein Ärgernis für Gärtner, sondern stellt auch eine Gefahr für unsere Hunde und Katzen dar. Schnecken sind nämlich Überträger von Lungenwürmern, die ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können. Hier ist ein ausführlicher Beitrag, der alles erklärt, was du über Lungenwürmer wissen musst.

Was sind Lungenwürmer genau?

Lungenwürmer sind parasitäre Würmer, die sich in den Atemwegen und Lungen von Hunden und anderen Tieren festsetzen. Diese Parasiten können erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen und sind daher ein ernstzunehmendes Thema für jeden Hundebesitzer.


Es gibt mehrere Arten von Lungenwürmern, die Hunde infizieren können, darunter Angiostrongylus vasorum (auch bekannt als der Französische Herzwurm), der die Lungenarterien und das rechte Herz des Hundes befällt. Die erwachsenen Würmer leben in den Blutgefäßen und legen dort Eier ab, aus denen Larven schlüpfen.


Eine andere Art ist Crenosoma vulpis, die hauptsächlich die Bronchien befällt. Diese Würmer setzen sich in den Atemwegen fest und legen dort ihre Eier ab.


Lebenszyklus der Lungenwürmer

Der Lebenszyklus dieser Parasiten beginnt oft bei Zwischenträgern wie Schnecken oder Fröschen, die die Larven der Lungenwürmer in sich tragen. Wenn ein Hund eine infizierte Schnecke oder deren Schleim aufnimmt, gelangen die Larven in den Körper des Hundes. Nach der Aufnahme der Larven durch den Hund durchwandern diese den Verdauungstrakt und gelangen über die Blutbahn in die Lunge.


Hier entwickeln sie sich zu erwachsenen Würmern, die Eier legen. Die daraus schlüpfenden Larven werden dann abgehustet und abgeschluckt, sodass sie mit dem Kot des Hundes wieder ausgeschieden werden. Dieser Kot kann wiederum Schnecken infizieren, wodurch sich der Zyklus fortsetzt.


Wie infizieren sich Hunde mit Lungenwürmern?

Hunde können sich auf verschiedene Weise mit Lungenwürmern infizieren. Zum einen können Hunde infizierte Schnecken oder deren Schleim aufnehmen. Besonders junge und neugierige Vierbeiner können Schnecken direkt fressen, die die Larven der Lungenwürmer in sich tragen.


Auch der Kontakt mit Schneckenschleim, beispielsweise durch Lecken an Gras, Pflanzen oder Gegenständen, die mit dem Schleim von infizierten Schnecken kontaminiert sind, kann zur Infektion führen.


Zum anderen können Hunde kontaminiertes Wasser oder Nahrung aufnehmen. Hunde, die aus Pfützen oder Teichen trinken, in denen sich infizierte Schnecken aufhalten, können die Larven ebenfalls aufnehmen.


Auch Lebensmittel, die draußen gelagert wurden und mit Schneckenschleim in Kontakt gekommen sind, können eine Infektionsquelle darstellen.


Symptome und Folgen

Eine Infektion mit Lungenwürmern kann eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen.


🟠Ein chronischer Husten ist oft eines der ersten Anzeichen einer Lungenwurminfektion. Der Husten kann trocken oder produktiv sein und tritt häufig bei Anstrengung auf.


🟠Hunde mit Lungenwürmern können unter Atemnot leiden, was sich durch schweres Atmen oder eine erhöhte Atemfrequenz bemerkbar macht.


🟠Betroffene Hunde sind oft lethargisch und zeigen weniger Interesse an Aktivitäten, die sie normalerweise genießen.


🟠Ungeklärter Gewichtsverlust kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Hund an einer schweren Infektion leidet.


🟠Durch die Schädigung der Blutgefäße können innere Blutungen auftreten, was zu blutigen Sekreten führen kann.


Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch spezielle Kotuntersuchungen und Bluttests, um die Larven oder Antikörper nachzuweisen. Der Tierarzt kann eine Kotprobe deines Hundes auf Larven von Lungenwürmern untersuchen.

Diese Methode kann jedoch fehlschlagen, wenn die Larven nicht ständig ausgeschieden werden.


Bluttests können verwendet werden, um Antikörper gegen Lungenwürmer nachzuweisen. Diese Tests können helfen, eine Infektion zu bestätigen.


Röntgenaufnahmen der Brust können Anzeichen von Lungenwürmern, wie Veränderungen im Lungengewebe oder vergrößerte Blutgefäße, zeigen.

Die Behandlung besteht in der Regel aus antiparasitären Medikamenten wie Fenbendazol oder Ivermectin. Dein Tierarzt wird das geeignete Medikament und die Behandlungsdauer festlegen.


In schweren Fällen kann eine unterstützende Behandlung, wie Sauerstofftherapie oder entzündungshemmende Medikamente, notwendig sein, um die Symptome zu lindern und die Genesung zu unterstützen.


Prävention

Um eine Infektion zu verhindern, ist es wichtig, dass Hunde keinen Zugang zu Schnecken und deren Schleim haben. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt sind ebenfalls essenziell. Hier sind einige Präventionstipps:


  • Halte deinen Garten schneckenfrei, indem du regelmäßig Schnecken sammelst und entfernst.

  • Vermeide es, Futter oder Wassernäpfe im Freien zu lassen, wo Schnecken sie erreichen können.

  • Kontrolliere deinen Hund regelmäßig auf Symptome und lasse ihn von deinem Tierarzt untersuchen.


Natürliche Präventivmaßnahmen: Kräuter und pflanzliche Wurmmittel

Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen gibt es natürliche und pflanzliche Mittel, die helfen können, den Darm deines Hundes wurmfeindlich zu machen und somit präventiv gegen Lungenwürmer und andere Parasiten zu wirken.


Ein Mittel ist Wurm-ex, eine Kräuter-Wurmkur, die verschiedene antiparasitäre Kräuter kombiniert, um das Immunsystem zu stärken und den Darm des Hundes weniger anfällig für Parasiten zu machen.


Hier sind die Bestandteile von Wurm-ex und deren Wirkung:

  • Bio-Karotten: Der besondere Reichtum an Kaliumsalzen führt zu einer schnell auftretenden harntreibenden Wirkung, während die ätherischen Öle für die wurmwidrigen Eigenschaften verantwortlich sind.

  • Bio-Kürbiskerne: Enthalten Vitamine A und C, Enzyme und zahlreiche Spurenelemente, die magenschonend wirken, abführend, beruhigend und wurmtreibend (insb. bei Bandwürmern).

  • Bio-Oregano: Wirkt antibakteriell. Durch seine ätherischen Öle und die Bitterstoffe hat er eine günstige Wirkung auf die Verdauungsorgane.

  • Bio-Ingwer: Wirkt wurmabtötend, keimtötend und verdauungsfördernd.

  • Bio-Kümmel: Enthält Harze, fette Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Eiweiß, wirkt antibakteriell im Darm. Er beruhigt bei gereiztem oder nervösem Magen, unterstützt die Leber- und Gallenfunktion und beseitigt Völlegefühl.

  • Bio-Kurkuma: „Indiens heilige Pflanze“ hat viele positive Eigenschaften, wirkt antioxidativ, immunstärkend, beruhigend und krampflösend auf die Muskulatur von Magen und Darm sowie wurm- und keimabtötend.

  • Bio-Schafgarbenblüten: Haben eine galletreibende und krampflösende Eigenschaft.

  • Bio-Blütenpollen: Sind eine reiche Quelle an natürlichen Vitaminen, Mineralien, Proteinen sowie Aminosäuren, Enzymen und Co-Enzymen. Sie enthalten natürliches Antibiotikum, Antihistaminika und wichtige Antioxidationseigenschaften.

  • Bio-Kokosflocken: Enthalten Laurinsäure und haben eine antimikrobielle Wirkung gegen Bakterien, Pilze, Hefen und Viren. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen wirkt leicht abführend.

  • Bio-Wermut: Gehört zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden und ist wurmabtötend.



Sind bestimmte Hunderassen besonders gefährdet?

Wenn es um die Bedrohung durch Lungenwürmer geht, stellt sich oft die Frage, ob bestimmte Hunderassen besonders gefährdet sind. Tatsächlich gibt es keine spezifischen Rassen, die von Natur aus anfälliger für Lungenwurminfektionen sind, doch einige Faktoren können das Risiko erhöhen. Verhalten und Lebensstil spielen eine große Rolle.


🟠Hunde, die viel draußen sind, insbesondere solche, die in ländlichen oder waldreichen Gebieten leben oder oft auf Entdeckungstouren gehen, haben ein höheres Risiko.

🟠Hunde, die regelmäßig in Kontakt mit Wildtieren und deren Habitaten kommen, sind besonders gefährdet.

🟠Hunde, die gerne alles fressen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren.

Umwelt- und Lebensraumfaktoren sind ebenfalls entscheidend.

🟠Hunde, die in feuchten, schneckenreichen Umgebungen leben, sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Schnecken sind in solchen Gebieten besonders zahlreich, was die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöht.

🟠Hunde, die viel Zeit in Gärten oder öffentlichen Parkanlagen verbringen, wo Schneckenpopulationen hoch sein können, sind ebenfalls gefährdet.


Ernährung und Behandlung

Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem deines Hundes und hilft ihm, sich gegen Parasiten zu wehren.


Hochwertiges Futter, das reich an Vitaminen und Nährstoffen ist, unterstützt die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes.


In der Behandlung kann eine ausgewogene Ernährung dazu beitragen, dass sich dein Hund schneller erholt und sein Immunsystem unterstützt wird.


Folgen einer unbehandelten Lungenwurminfektion

Eine unbehandelte Lungenwurminfektion kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, einschließlich chronischer Atemwegsprobleme, Herzschäden und inneren Blutungen. In schweren Fällen kann die Infektion tödlich sein.


Daher ist es essenziell, bei Verdacht auf eine Infektion schnell tierärztlichen Rat einzuholen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Durch rechtzeitiges Handeln können langfristige Schäden vermieden und die Gesundheit deines Hundes erhalten werden.


Regelmäßige Untersuchungen zur Vorbeugung

Die Häufigkeit der Untersuchungen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Lebensstils und des Infektionsrisikos deines Hundes. In Regionen mit hoher Schneckenpopulation oder wenn dein Hund viel draußen ist und Schnecken frisst, sollten regelmäßige Untersuchungen in Absprache mit deinem Tierarzt erfolgen.


Eine jährliche Kontrolle wird allgemein empfohlen, bei erhöhtem Risiko können auch halbjährliche Untersuchungen sinnvoll sein. Diese Vorsorgemaßnahmen tragen dazu bei, die Gesundheit deines Hundes langfristig zu schützen.


Ergänzende Maßnahmen zur Parasitenabwehr

Neben der regelmäßigen Kotuntersuchung können zusätzliche Maßnahmen helfen, das Immunsystem deines Hundes zu stärken und Parasiten abzuwehren.

Eine ausgewogene Ernährung ist hierbei entscheidend. Natürliche Mittel mit antiparasitären Eigenschaften können als Ergänzung zur regulären Ernährung gegeben werden. Eine gute Hygiene, wie das regelmäßige Reinigen des Schlafplatzes und das Einsammeln von Kot, trägt ebenfalls zur Vorbeugung bei.

Bleibe wachsam und schütze deinen Vierbeiner vor diesen unsichtbaren Bedrohungen. Ein gesunder Hund ist ein glücklicher Hund – und das liegt in deinen Händen! Liebe Grüße Claudia



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