Die Wahrheit über die Hundefutter Deklaration

Aktualisiert: vor 24 Stunden


Rübenschnitzel sollten nicht im Hundefutter enthalten sein. Als Abfallprodukt der Zuckerindustrie enthalten sie natürlich auch Zucker

"Was ist in diesem Hundefutter?" Diese Frage stellen sich viele Hundebesitzer, wenn sie das Futter ihrer Lieblinge kaufen. Viele Hundebesitzer stehen vor einem riesigen Regal mit unzähligen verschiedenen Hundefuttersorten und wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Die Wahl des richtigen Futters für Deinen Hund ist wichtiger, als Du denkst. Schließlich ernährst Du damit nicht nur Deinen Hund, sondern trägst auch zu seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden bei.


Hundefutter ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema, was leider auch häufig sehr emotional geführt wird. Da der Haustier-Futtermarkt riesig ist und natürlich jeder meint seinem Tier das beste Futter zu geben, gehen die Meinungen sehr weit auseinander, was artgerechtes und gesundes Futter für Hunde ist. Zusätzlich laufen die sozialen Medien vor Tipps zu dem Thema über.

Doch nicht alle gut gemeinten Tipps können auf alle Hunde angewendet werden. Jede Entscheidung muss passend und ganz individuell auf den Hund oder die Katze zugeschnitten sein.

Magen-Darm-Erkrankungen, wie z.B. Durchfall, Blähungen aber auch Allergien und Unverträglichkeiten und sogar Zahnstein lassen sich häufig mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung verbessern. Denn genau wie bei uns Menschen kann eine gesunde Ernährung sich positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken, kann viele Krankheiten vorbeugen und bestehende Beschwerden maßgeblich lindern


Was ist artgerechtes und gesundes Hundefutter?

Die Deklaration auf der Verpackung ist oft kompliziert und verwirrend. In diesem Blogbeitrag werden wir uns genauer ansehen, was alles auf der Zutatenliste stehen kann und was es bedeutet.


Was ist eine Hundefutter Deklaration?

Die Hundefutter Deklaration ist eine Angabe auf der Verpackung des Futters, die Auskunft über die Zusammensetzung des Futters gibt. In der Regel wird hierbei zwischen den Hauptbestandteilen, den Nebenbestandteilen und den Zusatzstoffen unterschieden. Die Angaben auf der Hundefutter Deklaration müssen laut EU-Verordnung halten, sodass Du Dir sicher sein kannst, dass das angegebene Futter tatsächlich enthalten ist.


Was sollte in gesundem Futter enthalten sein oder anders gesagt, was sollte nicht enthalten sein?

Die Deklaration auf der Verpackung des Hundefutters gibt dir wichtige Hinweise darüber, was das Futter enthält und wie nährstoffreich es ist. Doch viele Tierhalter wissen nicht, wie man die Angaben auf der Deklaration richtig interpretiert. Wir erklären Dir, was Du über die Hundefutter Deklaration wissen musst, wie Du hochwertiges Hundefutter von minderwertigen unterscheiden kannst und geben Dir eine Übersicht über die wichtigsten Nährstoffe, die Dein Hund braucht.


Aber schau Dir erst einmal die Deklaration eures Tierfutters selber an. Was liest Du da? Sind alle Inhaltsstoffe mit Prozentangaben aufgelistet und ergibt die Summe der Prozentzahlen 100%? Dann herzlichen Glückwunsch! Denn das ist leider sehr selten.


Gesetzliche Verpflichtungen der Futterhersteller

Die Futtermittelhersteller sind gesetzlich verpflichtet, die Verpackungen mit ihren Inhalten zu deklarieren, doch die Deklaration auf dem Hundefutter kennt auch ihre Grauzonen. Theoretisch müssen alle Inhaltsstoffe aufgelistet werden,

Doch in vielen Fällen genügt dem Gesetzgeber eine grobe Überschrift. So wird vor allem bei den billig produzierten, minderwertigen Fertigfuttern nicht jede Zutat gelistet, sondern nur die Lebensmittelart genannt.


Der Gesetzgeber erlaubt drei Arten von Deklarationen

1. Die geschlossene Deklaration

ist die, bei welcher Du ganz besondere vorsichtig sein solltest, da sie nicht tranparent ist. Die Inhaltsstoffe sind in Lebensmittelgruppen eingeteilt. So muss der Hersteller die genauen Bestandteile nicht genau benennen.

Statt Reis und Mais lesen wir z.B. „Getreide“ oder „Pflanzliche Nebenerzeugnisse“. Diese können theoretisch aus Mais und Reis bestehen, es kann sich aber auch um Sojamehl, Körnerschalen oder andere Abfallprodukte aus der Lebensmittelindustrie , wie Rübenschnitzel handeln.


2. Die halboffene Deklaration

ist etwas transparenter als die geschlossene Deklaration, da sie alle Inhaltsstoffe und Zutaten einzeln auflistet. Leider werden hier aber die Prozentangaben nicht angegeben. So stehen in einer halboffenen Deklaration zwar die Inhaltsstoffe, doch nicht die Menge, die in dem Futter vorhanden ist. Meist wird die Prozentangabe von dem Muskelfleischanteil im Futter angegeben (z.B. 40 % Hühnerfleisch). Doch das bedeutet nur, dass in dem Fleischanteil von X Prozent 40% Huhn ist). Wie hoch der Fleischanteil in der Packung oder Dose ist, erfahren wir nicht. Auch woraus die restlichen 50 % des Fleischanteils bestehen, bleibt ein Geheimnis.


3. Die offene Deklaration

gibt detailliert alles an, was sich im Hundefutter befindet und zusätzlich auch wieviel Prozent von welcher Zutat. Sie ist Deklaration, die für den Kunden die größte Transparenz zeigt. Siehe hier z.B. das Gockels Duett von ANIfit, was Du unter www.leos-futterstuebchen.de bestellen kannst. (10% NeukundenRabatt Code: LEO10)

Aber ob geschlossen, halboffen oder offen, es gibt einige Inhaltsstoffe, die Du genau unter die Lupe nehmen solltest, wie z.B.:


Pflanzliche Nebenprodukte.

Diese bestehen ausschließlich aus minderwertigem Material (Abfall), wie zum Beispiel:

  • Stroh, Sägespäne oder Schalen von Erdnüssen

  • Lignocellulose ist Hauptbestandteil von Reststoffen wie Stroh oder Holz.

  • Zuckerrübenschnitzel (Rübenschnitzel, Rübenmark, Rübenfasern) sind ein Nebenerzeugnis aus der Zuckerindustrie, das bedeutet, es sind Überreste der Zuckerrübe nach der Zuckergewinnung. 👎Sie werden meist zu Pellets oder Schnitzel verarbeitet und z.B. an Kühen (Wiederkäuer) verfüttert, aber leider auch häufig in Hundefutter verwendet. Man findet es vor allem in Trockenfutter. Obwohl der Zucker oft zum großen Teil entzogen wurde, enthalten die Rübenschnitzel meist Restzucker, was sich nachteilig auf die Gesundheit des Hundes auswirken kann. Rübenschnitzel haben genau wie andere pflanzliche Rohstoffe einen hohen Faseranteil, der sich in der richtigen Menge auch positiv auf die Darmmotorik auswirkt. Doch dauerhaft große Mengen an Zuckerrübenschnitzeln können zu weichem Kot und Blähungen beim Hund führen.

Tiermehl

Tiermehl ist ein Inhaltsstoff, der in gesunden Hundefutter nichts zu suchen hat, denn Tiermehl wird aus toten, nicht widerkäuenden Tieren hergestellt und zwar mit Haut und Haar! Es werden vorwiegend Tierbestandteile verwendet, die nicht für die menschliche Ernährung zugelassen sind.

Beispiele für diese Bestandteile sind Haut, Schwarte, Hufe, Euter, Federn, Hörner, Hühnerköpfe und -füße, Wolle, Geschlechtsorgane, Gebärmutter, Eierstöcke, Hoden oder Därme.

Tiermehl für die Hundefutterindustrie stammt häufig aus Tierkörperbeseitigungsanlagen.