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Rindenmulch & Co. - Gefahr für Hunde im Garten wird unterschätzt

Im eigenen Garten lauern für den Hund Gefahren, die wir schnell unterschätzen. Hier sind vor allem Rattengift, Unkrautvernichter, Düngemittel, Schneckenkorn aber auch Rindenmulch zu nennen.

In unseren Gärten werden zum Pflanzenschutz jährlich über 500 Tonnen Gifte eingesetzt. Das ist für die Insektenwelt ein Grauen und man sollte sich vor Augen führen, dass diese Gifte auch ins Grundwasser und so in unsere Nahrungskette gelangen.

Besonders für unsere vierbeinigen Freunde sind diese Mittel gesundheitsschädlich. Muss der Einsatz dieser Mittel im eigene Garten wirklich sein? Gibt es nicht Alternativen, bei der wir uns über die Gesundheit unserer Hunde und Katzen keine Gedanken machen müssen?


Inhaltsverzeichnis: Rindenmulch & Co. - Gefahr für Hunde im Garten wird unterschätzt


Im eigenen Garten lauern für den Hund Gefahren, die wir schnell unterschätzen. Hier sind vor allem Rattengift, Unkrautvernichter, Düngemittel, Schneckenkorn aber auch Rindenmulch zu nennen.

In unseren Gärten werden zum Pflanzenschutz jährlich über 500 Tonnen Gifte eingesetzt. Das ist für die Insektenwelt ein Grauen und man sollte sich vor Augen führen, dass diese Gifte auch ins Grundwasser und so in unsere Nahrungskette gelangen.

Besonders für unsere vierbeinigen Freunde sind diese Mittel gesundheitsschädlich. Muss der Einsatz dieser Mittel im eigene Garten wirklich sein? Gibt es nicht Alternativen, bei der wir uns über die Gesundheit unserer Hunde und Katzen keine Gedanken machen müssen?


Woran erkenne ich eine Vergiftung?

Die Symptome bei Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel bei Hunden sind sehr unterschiedlich. Dazu gehören:


· Speichelfluss

· Muskelzittern

· Appetitlosigkeit

· Erbrechen

· Schläfrigkeit

· Fehlende Koordination

· Krämpfe

· Erbrechen

· Schock


Deshalb überlege unbedingt, wie Du Deinen Vierbeiner am besten vor Vergiftung im eigenen Garten schützen kannst. Denk daran, dass auch frei zugängliche Wiesen und Felder z.B. von Bauern gedüngt werden und dies nicht unbedingt mit natürlichen Mitteln. Sollte Dein Hund also nach Spaziergängen über derartige Flächen obige Symptome zeigen, gehe direkt zu einem Tierarzt!


Pflanzenschutzmittel

Beim Sprühen von Pflanzenschutzmitteln z.B. solltest Du unbedingt darauf achten, dass Dein Vierbeiner nicht in der Nähe ist, da schon das Einatmen vieler dieser Mittel gesundheitsschädlich ist. Ausserdem kann das Gift auch über die Haut aufgenommen werden, also auch über die Pfoten Deines Hundes. Diese können durch die Gifte gereizt werden und so leckt Dein Hund unentwegt daran und nimmt das Gift so auf.

Auf der Internetseite der NABU werden alternative Mittel ohne chemische Keule gegen z.B. Blattläuse im Garten beschrieben. Vielleicht auch für euch eine Alternative?


Dünger

Nach dem Düngen solltest Du den Rasen wässern, so dass die Nährstoffe schnell in den Boden eindringen.

Setze eher organischen Dünger wie Hornmehl im Garten ein. Beachte aber, dass kein Rizinusschrot enthalten ist. Denn wurde dies bei der Herstellung nicht genügend erhitzt, wird das enthaltene giftige Rizin nicht unschädlich gemacht. In den letzten Jahren gab es Fälle, in denen Hunde starben. Mit Markenware bist Du da meist auf der sicheren Seite, doch frag lieber noch einmal beim Kauf von Hornmehl im Fachhandel nach.


Hat Dein Hund Düngemittel gefressen oder das mit Dünger angereicherte Giesswasser aus dem Blumenuntersetzer getrunken, dann suche sofort einen Tierarzt auf.

Dass Düngemittel und Unkrautvernichter für Hunde unzulänglich aufbewahrt werden soll, ist eigentlich für alle klar. Auch wenn es mal schnell gehen soll, suche immer einen Platz, wo dein Tier aber auch Kinder nicht dran kommen können.


Als alternativen Dünger wird häufig Kaffeesatz empfohlen. Eigentlich eine gute Sache, doch 💡Kaffeesatz ist auch Gift für unsere Vierbeiner. Die toxische Dosis für Koffein bei Hunden beträgt ca.150 mg Koffein pro kg Körpergewicht Deines Hundes. Meist kommt es nach 2-4 Stunden zu ersten Vergiftungserscheinungen. Nach 18-24 Stunden kann der Tod eintreten.


Ich habe gelesen, dass Brennnesseljauche oder Gierschjauche eine gute Alternative ist!

Giersch habe ich genug im Garten🙈 und ist somit dann doch für etwas nütze ...


So stellst Du Brennesseljauche oder Gierschjauche her

Für Brennesseljauche schneide die Triebe der Großen Brennessel klein und mische es in einem großen Eimer am besten mit Regenwasser.

Auf zehn Liter Wasser kommen 1 kg frische oder 200 g getrocknete Brennesseln.

Damit es nicht stinkt, gibst Du ein wenig Gesteinsmehl oder Kompost dazu.

Decke den Eimer mit einem Jutesack ab und lass diese Mschung ca. 2 Wochen im Halbschatten ziehen. Einmal am Tag solltest Du diese Mischung einmal umrühren. Sobald sich keine Blasen mehr bilden, ist die Brennesseljauche fertig.


Die Gierschjauche wird wie die Brennesseljauche angesetzt. Statt Brennesseln nimmst Du einfach Giersch. Die NABU hat noch viele weitere Ideen und für die Zubereitung der Jauche ein kleines Video auf Ihrer Internetseite.


Rattengift

Die schlimmsten Vergiftungen bei Hunden sind diese mit Ratten- oder Mäusegift. Diese Gifte verursachen innere Blutungen. Werden diese nicht direkt behandelt, verbluten die Hunde ganz langsam. Besonders Welpen und junge Hunde fressen ausgelegte Gifte oder vergiftete Ratten oder Mäuse. Deshalb habe Deine Fellnase bei Spaziergängen immer im Auge, so dass Du schnell eingreifen kannst, falls Dein Hund eine tote Ratte oder Maus findet.


Eine Vergiftung mit Rattengift tritt meist etwas verzögert auf (2-3 Tage). Die Symptome können sein:

  • Apathie

  • Erbrechen

  • Blasse Schleimhäute

  • Blutiger Durchfall

  • Innere Blutungen (Kleine punktförmige Blutungen am Bauch oder auf der Schleimhaut)

Sobald Du den Verdacht hast, Dein Tier Hund könnte Rattengift gefressen haben, suche unverzüglich einen Tierarzt auf. Im Anfangstadium der Vergiftung kann der Tierarzt manchmal durch die Gabe von Vitamin K innere Blutungen beim Hund stoppen.

Bekämpfe Ratten oder Mäuse im Garten oder im Haus besser durch Schnapp- oder Lebendfallen.



Schneckengift

Schneckenkorn ist extrem giftig (Inhaltsstoff: Metaldehy) und da es leicht süßlich schmeckt, ist es für unsere Vierbeiner ungemein interessant.

Die tödliche Dosis für Hunde liegt bei 0,5 Gramm Metaldehyd pro Kilogramm Hund.


Symptome bei Vergiftung mit Schneckenkorn

Vergiftungen führen 30 bis 60 Minuten nach der Aufnahme zu

  • Speichelfluss,

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Durchfall

  • Krämpfe


Bewahre das Schneckengift so auf, dass Hunde und auch Kinder nicht drankommen. Alternative Schneckenfallen: Plastik- oder Glasbehälter, die z.B. mit Bier gefüllt werden.

Auch Kaffeepulver im Blumenbeet soll Schnecken vertreiben.


Ist Rindenmulch giftig für Hunde?

Leider lieben viele Vierbeiner Rindenmulch. Sie graben darin und beginnen auch gerne an dem Holz zu kauen. Nicht selten fressen Hunde ihn sogar.

Doch das ist nicht unbedingt gesund für den Hund. Denn auf unbehandelten Rindenmulch können sich Schimmelpilze bilden. Dem Rindenmulch können deshalb manchmal Anti-Pilz-Mittel beigefügt sein. (Schau hier genau auf die Verpackung oder frag im Fachgeschäft nach.) Diese Mittel sollen die Entstehung von Pilzen verhindern.

Wie bei vielen anderen Stoffen kann es zu allergischen Reaktionen durch die Pilze oder die Anit-Pilz-Mittel bei Hunden kommen. Dazu muss er den Rindenmulch nicht unbedingt kauen, manchmal reicht hier schon der Kontakt.

Allergische Reaktionen können sich als Schwellungen oder Ausschläge bemerkbar machen.


Ausserdem enthält Rindenmulch Cadmium, ein Schwermetall, das als giftig eingestuft wurde. Es besteht begründeter Verdacht auf krebsauslösende Wirkung.


Auch wird für Rindenmulch teilweise Eiche oder Rhododendron verwendet. Beides sind für den Hund giftig. Kaut oder frisst der Hund diesen Rindenmulch kommt es zu Vergiftungen, die sich durch Erbrechen, Durchfall oder Krämpfe äußern.


Doch Rindenmulch muss nicht unbedingt mit allergieauslösenden oder giftigen Stoffen versetzt sein, um dem Hund zu schaden.

Rinde und Holz (in Rindenmulch oder Hackschnitzeln) kann auch so zu schweren Magen- und Darmschleimhautschäden und Entzündungen führen. Der Mulch ist sehr schwer verdaulich und kann Magen und Darm stark belasten.

Nicht jeder Hund zeigt Interesse an Rindenmulch, doch gerade bei Welpen beobachten wir, dass sie gerne auf Rindenmulch herumkauen. Hat Deine Fellnase dies einmal für sich entdeckt, kannst Du es ihm schwer wieder abgewöhnen.


💡Hast Du den Verdacht, dass Dein Hund sich vergiftet hat, suche schnellsten einen Tierarzt auf.

▶️Hat Deine Fellnase sich "nur" den Magen verdorben, gib ihm Futterkohle und ein paar Tage Schonkost

▶️Geh mit offenem Auge durch Deinen Garten und schau einmal, welche Gifte Du vermeiden kannst.



Habe ich etwas vergessen? Teile es mir unten in den Kommentaren mit, damit ich auch andere fürsorgliche Hundemuddis warnen kann.


Bleib gesund










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