Autoreisen mit Hund: Planung und Packliste

Aktualisiert: 7. Apr.

Gastbeitrag von Travall (https://www.travall.de/)




Wer mit Hund in den Urlaub fahren möchte, der muss gut vorbereitet sein. Neben der Auswahl von Reiseziel und Unterkunft empfiehlt es sich, auch die An- und Abreise rund um das Wohlergehen des Hundes zu planen. Wie weit kann ich mit Haustier im Auto fahren? Welche Unterkunft passt für uns am besten? Soll der Hund einen Hundegurt tragen oder verankert man doch lieber eine Hundebox im Kofferraum? Oder gibt es vielleicht ein passendes Hundegitter für das Auto? Und was muss alles eingepackt werden, damit sich der Hund am Urlaubsort wohlfühlt? Damit in der Aufregung nichts vergessen wird, haben wir ein paar Tipps sowie eine praktische Packliste zusammengestellt.


Ein hundefreundliches Urlaubsziel wählen

Wegen des Klimas kommen besonders warme Länder während der Sommerferien eher nicht infrage, speziell wenn man einen Hund mit langem, dunklem Fell hat. Da sie nicht schwitzen, können Hunde ihre Körpertemperatur weniger gut regeln als wir Menschen und leiden, wenn es am Urlaubsort zu heiß ist. Besser ist ein Reiseziel mit gemäßigtem Klima, wie zum Beispiel Holland, Österreich oder die Nord- und Ostsee.


Wie weit die Fahrt zum Urlaubsort sein kann, ist von Hund zu Hund verschieden. Manche Hunde fahren unheimlich gern Auto und kommen mit langen Strecken gut zurecht, andere fangen schon nach einer Stunde unruhig an zu hecheln und winseln. Deshalb gilt: Macht euch vor der Buchung Gedanken über die Belastungsgrenze des Tieres. Bietet zudem Wasser an (es gibt spezielle Näpfe fürs Auto) und macht spätestens alle drei Stunden Pause, damit der Hund sein Geschäft machen und sich bewegen kann.



Die passende Unterkunft für den Hundeurlaub finden

Grundsätzlich kann Urlaub mit Hund in einem Hotel, einem Ferienhaus beziehungsweise einer Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz stattfinden. Auch hier kommt es wieder auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben von Mensch und Tier an. Ist man zum Beispiel mit mehreren großen Hunden unterwegs, eignet sich eine Parzelle auf dem Campingplatz sicher besser als ein kleines Hotelzimmer. Bei Ferienhäusern und -wohnungen ist es ideal, wenn sie über einen eingezäunten Garten verfügen.


Übrigens: Die Auswahl der passenden Unterkunft erfordert ein wenig Feingefühl: Obwohl immer mehr Ferieneinrichtungen die Mitnahme von Haustieren erlauben, bedeutet das nicht automatisch, dass sie dort erwünscht sind - einigen Vermietern geht es schlicht darum, ihren Belegungsplan möglichst voll zu bekommen. Speziell bei Hotels raten wir, konkrete Fragen zu stellen: Sind alle Rassen erlaubt? Darf der Hund mit zum Essen oder an den Pool? Hat das Personal Hundeerfahrung?



Einreisebestimmungen und Impfschutz verstehen

Schon vor der Buchung empfiehlt es sich, die Einreisebestimmungen im Urlaubsland zu recherchieren, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt. Verreist man beispielsweise in ein EU-Land, benötigen Vierbeiner einen EU-Heimtierausweis, eine gültige Tollwutimpfung und einen Mikrochip. Welpen, die jünger als 15 Wochen sind, können in einige Länder nicht mitgenommen werden; für andere Länder ist wiederum eine Bandwurmbehandlung nachzuweisen. Auch über die Leinen- und Maulkorbpflicht sollte man sich vorher unbedingt informieren.


Neben der bereits genannten Tollwutimpfung sollte der Hund vor der Reise alle in Deutschland empfohlenen Impfungen bekommen haben: Parvovirose, Staupe, Hepatitis und Leptospirose. Darüber hinaus kann gegen Borreliose geimpft werden, wenn der Urlaub mit Hund in einem Gebiet mit vielen Zecken stattfinden soll. Geht es in den Süden, sind Impfungen gegen Ektoparasiten, die Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Leishmaniose und Dirofilariose übertragen können, mit dem Tierarzt abzusprechen. Lies hierzu auch meinen Gastbeitrag: "Die häufigsten Mittelmeerkrankheiten beim Hund"





Einen sicheren Bereich im Auto schaffen

Während der Fahrt in den Urlaub kann der Hund zum Beispiel in einer Transportbox gesichert werden. Je nach Charakter des Tieres wird eine Box als sichere Höhle empfunden, mit der vielleicht schon im Haus trainiert wurde. Ein wesentlicher Nachteil einer im Kofferraum installierten Hundebox ist allerdings der Platz, den sie einnimmt: Je nach Rasse und Anzahl der Hunde füllt die Box den Großteil des Hecks aus, sodass der Kofferraum nicht mehr für Reisegepäck genutzt werden kann.


Alternativ sorgt ihr mit dem fahrzeugspezifischen Hundegitter (https://www.travall.de/hundegitter) dafür, dass eure Fellnase an seinem Platz bleibt und nicht über die Sitze klettert – so gibt’s auch keine Knöllchen. Soll Urlaubsgepäck neben dem Hund verstaut werden, weil die Rücksitze von Kindern oder Freunden genutzt werden, dann kann man den Kofferraum ganz einfach mit einem passenden Längsgitter unterteilen. Wenn dann noch die gewohnte Schmusedecke im bereitliegt, hat man einen sicheren, gemütlichen Reisebereich im Heck geschaffen.


Wer den Hund normalerweise auf der Rückbank des Autos transportiert und gar keine andere Sicherungsmöglichkeit als den Anschnallgurt hat, der sollte deshalb unbedingt auf ein besonders hochwertiges Modell achten. In den Crashtests des ADAC sind viele Hundegurte durchgefallen, weil die Karabiner brechen und der Hundedummy tief in die Lehne des Vordersitzes geschleudert wird. Wer auf Nummer Sicher gehen will, entscheidet sich deshalb eher für eine Hundebox oder ein Hundegitter, bei Bedarf mit Kofferraumteiler und Heckgittertür.


Packliste für den Urlaub mit Hund

  • Impfpass und EU-Heimtiernachweis

  • Kopie der Hundehaftplichtversicherung

  • Halsband, Hundeleine, Laufleine

  • Hundemarke mit Adresse am Ferienort

  • Hundefutter, falls der Vierbeiner anspruchsvoll ist oder eine spezielle Diät einhalten muss

  • falls gebarft wird: gefriergetrocknete Frischfleischnahrung oder zumindest eine Notration, wenn Futter vor Ort eingekauft werden soll

  • Dosenöffner

  • Wasser- und Futternäpfe plus Unterlage, die schnell saubergemacht werden kann

  • Trinkwasser für die Fahrt

  • Medikamente, Zeckenschutz, Flohprophylaxe, Erste-Hilfe-Set für Hunde

  • Adresse und Telefonnummer eines Tierarztes am Reiseziel

  • Rescue-Tropfen oder eine individuelle Blütenmischung, falls erwünscht