Flöhe beim Hund erkennen und behandeln

Aktualisiert: vor 4 Tagen



Flöhe beim Hund sind nicht nur lästig, sie können auch ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Wenn Du also bemerkst, dass Dein Hund Flöhe hat, solltest Du schnell handeln. Doch wie erkennst Du, dass Dein Hund Flöhe hat und was kannst Du tun, um sie wieder loszuwerden?


Mein Hund hat Flöhe - was soll ich tun?

Der Hundefloh ist ein kleines, unangenehmes Insekt, das leider viel zu häufig bei unseren geliebten Vierbeinern vorkommt. Diese kleinen Biester saugen nämlich gerne das Blut unserer Hunde und können so zu gesundheitlichen Problemen bei unseren Vierbeinern führen.


Wenn Du also bemerkst, dass Dein Hund unter Flohbefall leidet, solltest Du umgehend etwas dagegen unternehmen. Denn je schneller Du handelst, desto schneller kannst Du Deinen Hund wieder von diesen lästigen Biestern befreien.


Entwicklung des Hundeflohs

Aussehen: Flöhe sind ca. rund 4 mm groß, haben einen braunen seitlich abgeflachten Körper mit 3 Beinpaaren und keine Flügel.

Stadien: Ei, Larve, Puppe, Floh

Lebenserwartung: ca. 3 Wochen

Lebensraum; Hund, Sofaritzen und Textilien; warm und trocken

Vermehrung: 25-50 Eier pro Tag/2.000 Eier im Leben



Der Hundefloh hat nur ein Ziel im Leben: die Fortpflanzung.


Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der allerersten Blutaufnahme legt das Weibchen seine ersten Eier und zwar ca. 25 bis 50 Stück am Tag. Bei Zimmertemperatur schlüpfen nach durchschnittlich 3 bis 5 Tagen die ersten Junglarven. Diese Floh-Larven lieben es dunkel und warm und verkriechen sich in Sofaritzen und Textilien. Nach Durchlaufen von mehreren Larvenstadien verpuppt sich die Larve. Nach ca. 10 bis 120 Tagen, (hier kommt es auf die Umgebungstemperatur an) schlüpft der Floh. Ein Hundefloh lebt durchschnittlich 3 Wochen. Das Weibchen legt in diesem Zeitraum ca. 2.000 Eier.


Ihr merkt schon, ein einziger Floh kann schnell zu einem riesigen Problem werden.


Wie bekommt mein Hund Flöhe?

Der Befall muss nichts mit mangelnder Hygiene zu tun haben: Die kleinen Plagegeister springen nämlich ganz einfach auf die Tiere, sobald sie in die Nähe kommen. Die Tiere bekommen die Flöhe durch Kontakt mit anderen Tieren, wie z.B. Igel oder auch streunende Katzen, die bereits Flöhe haben, oder durch Kontakt mit dem Boden, auf dem die Flöhe leben. Die Larven der Flöhe können sich auch in Staub und Schmutz verstecken und so auf die Tiere gelangen.



Wenn Dein Hund regelmäßig ins Freie geht, ist es wahrscheinlich, dass er irgendwann Mal mit Flöhen in Kontakt kommt. Wenn Du bemerkst, dass Dein Hund unruhig ist und sich häufig kratzt, solltest Du ihn unbedingt gründlich nach Flöhen absuchen.


Symptome eines Flohbefalls beim Hund

Ein Flohbefall beim Hund ist lästig und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Doch wie erkennt man, dass der Hund Flöhe hat?

Typische Symptome eines Flohbefalls beim Hund sind Juckreiz und Kratzen. Der Hund kratzt sich häufig und heftig am Fell und an den Ohren, insbesondere auch im Halsbereich, am Rücken, an der Schwanzwurzel und am Bauch. Durch das Kratzen wird die Haut des Hundes gereizt. In schweren Fällen kann es zu Haarausfall und Ekzemen kommen. Ein weiteres Symptom sind Pusteln, die durch den Speichel der Flöhe entstehen. Schwarze oder dunkelbraune Krümel im Fell und auf der Haut des Hundes können Anzeichen von Flohkot sein.


Schnelltest auf Hundeflöhe

Lege ein feuchtes Küchentuch (Haushaltsrolle) unter Deinen Hund und wuschele ihn ordentlich durch. Wenn Dein Vierbeiner mit Flöhen befallen ist, rieseln kleine schwarze Krümmel auf das Papier. Flohkot färbt sich bei Feuchtigkeit rötlich, da es verdautes Blut enthält. Bleiben die Krümmel dunkel, so handelt es sich nur um Schmutz.

Bei positivem Ergebnis solltest Du nicht in Panik verfallen. Mittlerweile verfügt jede Tierarztpraxis über ein großes Sortiment an Anti-Flohpräparaten.


Hundeflöhe in der ganzen Wohnung

Ist der Floh-Test positiv, solltest Du nicht warten, sondern schnell handeln. Flöhe sind meist nur kurz direkt auf dem Hund, aber die meiste Zeit verstecken sie sich gern im Hundebett, auf Polstern, Teppichen, in Ritzen oder Spalten. Hundeflöhe bevorzugen warme, dunkle Bereiche und können dort auch mehrere Monate ohne Nahrung überleben.

Deshalb muss an verschiedenen Stellen mit der Bekämpfung angesetzt werden - das bedeutet, Du musst sowohl den Hund als auch seine Umgebung von Flöhen befreien. Als erstes solltest Du Deinen Hund gründlich mit einem speziellen Hundeshampoo waschen und dann mit einem Flohmittel einsprühen oder einreiben. Achte dabei darauf, dass das Mittel für Hunde geeignet ist und nicht zu stark ist - sonst kann es Deinem Hund nicht nur unangenehm sein, sondern auch gefährlich.


Während Du den Hund behandelst, solltest Du seine Umgebung ebenfalls gründlich säubern. Wasche und desinfiziere alle Polster und Textilien, die der Hund regelmäßig berührt. Auch hier gilt: Achte darauf, dass die Mittel, die Du verwendest, für Haustiere geeignet und nicht zu stark sind.


Vorbeugend kannst Du auch regelmäßig ein Mittel gegen Flöhe in die Umgebung sprühen oder streuen. So kannst Du sicherstellen, dass sich die Flöhe nicht erneut an Deinem Hund festsetzen können.


Hundeflöhe verursachen Allergien

Ein einziger Biss eines Hundeflohs kann bei Hunden, die unter einer sogenannten Flohspeichelallergie leiden, unschöne Symptome hervorrufen. Juckende Knötchen unter der Haut und Rötungen sind dabei noch klein flächig. Aber auch Haarausfall an Rücken des Tieres können durch eine Flohspeichelallergie ausgelöst werden.

Zusätzlich zu den Reaktionen übertragen einige Flöhe auch Bandwürmer, die weitere gesundheitliche Probleme verursachen können.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich regelmäßig über die neusten Entwicklungen in der Flohbekämpfung zu informieren und seinen Hund entsprechend zu schützen.