Leishmaniose beim Hund - Symptome, Behandlung, Tipps

Aktualisiert: 10. Mai



Die Leishmaniose ist eine bei Menschen und Tieren weltweit auftretende Infektionskrankheit, deren Erreger (Leishmanien) von Sandmücken beziehungsweise Schmetterlingsmücken verbreitet werden. Diese Mückenart kommt vorwiegend in warmen Klimazonen besonders im Mittelmeergebiet vor. Lies hierzu auch gerne meinen Gastbeitrag: Die 4 häufigsten Mittelmeerkrankheiten beim Hund.


Die Sandmücke infiziert den Körper während des Blutsaugens mit gefährlichen Leishmanien. In Deutschland sind Infektionsfälle bislang selten nachgewiesen worden. Meist werden Hunde oder Katzen im Ausland angesteckt und kommen über Tiertransporte oder nach dem Urlaub zu uns nach Deutschland. Nach einer Infektion nisten sich die Erreger im Gewebe ein und vermehren sich dort. Sie befallen Lymphknoten, Milz, Knochenmark, Leber und weitere Organe des Tieres.

Der Name der Krankheit kommt von einem seiner Entdecker–William B. Leishman.


Urlaubstipp: Wie Du den Stich einer Sandmücke vermeidest.

Wenn Du mit Deinem Hund im Urlaub in südlichen Gebieten bist, schütze Deinen Vierbeiner und folgendermaßen: Sandmücken reagieren auf gelb-orangefarbene Licht (herkömmliche Glühbirnen). Deshalb schütze Fenster und Türen am besten mit Moskitonetzen. Die Mücken sind nachtaktiv und brauchen etliche Minuten zum Blutsaugen. Sie stechen ihre Opfer meist nachts, wenn diese schlafen. Als Alternative zu feinmaschigen Fliegengittern an Fenstern und Türen, kannst Du den Schlafplatz Deines Hundes mit einem Moskitonetz schützen. Mit Einsetzen der Dunkelheit beginnt die aktive Phase der Mücken und dauert bis zum Sonnenaufgang. In dieser Zeit sollten Hunde am besten im Haus bleiben. Falls Sie doch erforderlich ist, dann geh dort spazieren, wo es windig ist, wie zum Beispiel am Strand. Sandmücken sind äußerst windempfindlich und halten sich meist in geschützten Häusergassen oder Wald- und Sumpfgebieten auf.



Wie erkennt man Leishmaniose beim Hund?

Eine Leishmaniose äußert sich beim Hund anfangs mit Symptomen wie Abgeschlagenheit, Fieberschüben, Durchfall und Gewichtsverlust, die meist schubweise auftreten. In den Gebieten, in denen die Leishmaniose häufig vorkommt, treten bei infizierten Tieren oft keine Symptome auf, da diese Antikörper gebildet haben. Die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen kann zwei Monate bis mehrere Jahre andauern.

Im Verlauf der Krankheit treten deutliche Leishmaniose-Symptome beim Hund auf, zum Beispiel: geschwollene Lymphknoten, schmerzempfindlicher Bauch, Haarausfall, nicht juckende, schuppige Hautausschläge auf dem Nasenrücken, an den Ohrspitzen und rund um die Augen des Hundes. Dieser Ausschlag kann sich mit der Zeit auf den ganzen Hund ausbreiten. Weiteren Symptomen: Nasenbluten, blutiger Kot und übermäßiger Wuchs an den Krallen.



Nachweis der Infektionskrankheit

Nachweisen lässt sich eine Leishmaniose durch Laboruntersuchungen. Es ist möglich, dass Tiere infiziert sind, aber keine Symptome zeigen. In dem Fall lassen sich meist schon Antikörper im Blut aufspüren.



Ist eine Heilung möglich?

Wie bei vielen Krankheiten gilt auch bei der Leishmaniose: Je früher sie erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Sobald Du eines der oben genannten Symptome bei Deinem Hund erkennst, suche direkt einen Tierarzt auf. Unbehandelt führt Leishmaniose innerhalb zwölf Monaten meist durch Nierenversagen zum Tod. Darüber hinaus können erkrankte Tiere, die etwa offene Wunden aufweisen, nicht nur andere Tiere, sondern auch Menschen anstecken. In erster Linie sind dabei Kleinkinder unter zwei Jahren oder Menschen mit einem angegriffenen Immunsystem gefährdet.

Eine Leishmaniose lässt sich selten vollständig heilen. Das Risiko von Rückfällen besteht auch nach einer erfolgreichen Behandlung. Wird die Leishmaniose nicht behandelt, sterben ca. 90 Prozent der erkrankten Tiere innerhalb des ersten Jahres.


Behandlung

Die Behandlung konzentriert sich in erster Linie auf die Linderung der Symptome durch Stärkung der körpereigenen Abwehr und auf eine Wachstumshemmung der Erreger. Leider führt bisher keines der zur Zeit Verfügung stehenden Medikamente zu einer vollständigen Heilung der Leishmaniose. Eine lebenslange Therapie ist meist angesagt und führt zu hohen Kosten, ganz zu Schweigen über die vielen Nebenwirkungen, die diese Medikamente mit sich bringen. Ein häufig eingesetztes Medikament ist Allopurinol. Der Wirkstoff Allopurinol wird normalerweise gegen Gicht eingesetzt. Er hemmt die Synthese des Stoffs Purin im Körper und entzieht so dem Leishminiose-Erreger seine Grundlage. Denn die Erreger der Leishmaniose brauchen Purine zu Leben, da sie diese nicht selber bilden. Nun können Tiere, die das Medikament einnehmen nun aber die Purine nicht richtig abbauen und sich somit Harngries oder Harnsteine bilden , die eine Blasenentzündung auslösen können. Deshalb ist es sinnvoll bei Einnahme von Allopurinol auf eine purinarme Ernährung zu achten. Achtung: Wird ein leishmaniose-positiver Hund nicht mit Allopurinol behandelt, ist keine purinarme Ernährung erforderlich. Eine komplett purinfreie Ernährung ist für Hunde nicht möglich.



Fütterung

Leishmaniose schädigt unbehandelt die Nieren. Deshalb sollte auf die Erhaltung der Nieren geachtet werden. Nassfutter ist deshalb die erste Wahl. Um dem Körper die Verdauung möglichst leicht zu machen, sollte die Nahrung, naturbelassen, ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker und hoch verdaulich sein. Insofern sind alle Anifit und RyDogGerichte für die Ernährung der Tiere geeignet. Lies hierzu gerne die Blog-Beiträge über gesundes Hundefutter und die richtige Futterumstellung. Bei Verwendung des Medikamentes Allopurinol ist auf eine purinarme Ernährung zu achten. Hier empfehlen wir unsere Flocken Purin-Low.

Flocken Purin-Low: Speziell entwickeltes Hundefutter mit einem niedrigen Puringehalt. Wann ist purinarme Ernährung empfohlen? Bei folgenden Fällen empfiehlt sich eine purinarme Ernährung:

  • Dalmatiner mit dem genetischen Defekt, der verhindert, dass Purin aus der Nahrung zu Allantoin abgebaut wird,

  • Hunde, die zur Behandlung der Leishmaniose das Medikament Allopurinol erhalten. Dieses verhindert, dass Purine im Körper abgebaut werden können.

Dokumentiertes purinarmes Futter Um festzustellen, ob ein Futter tatsächlich purinarm ist, muss das Futter auf die enthaltenen Purine und die enthaltene Harnsäure analysiert werden. Die Purine sind dann in Harnsäureäquivalente umzurechnen und zur festgestellten Harnsäure zu addieren. Das Ergebnis ist der Anteil von Harnsäure im Produkt. Bei „Purin-low“ beträgt der Anteil der Harnsäure 40mg/100g und ist damit extrem niedrig.

  • Leicht verdaulich, hochwertige Zutaten

  • Durch Gefriertrocknung werden die Nährstoffe und des Geschmack maximal erhalten, Lange haltbar

  • Frei von Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern, Farbstoffe, Aromen



Begleitende Maßnahmen

✔️Zur Unterstützung der Entgiftungsfunktion von Leber und Niere empfiehlt sich, einmal jährlich eine Kur mit dem Produkt Bierhefe & Chlorella zu machen.


✔️️Bei Auftreten von Durchfall empfehlen wir unser Produkt Power-Darm zur Stärkung der Darmflora.


✔️Bei Fellproblemen empfehlen wir unsere Produkte Fell-Fit.


✔️Bei Übersäuerung (kann eine Nebenwirkung des Medikamentes Allopurinol sein) empfiehlt sich eine Kur mit Basenpulver. Dies sorgt für einen ausgeglichenen Säure-/Basenhaushalt bei Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Bindegewebe.


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